Tabak- und Flachsanbau zur 1000-Jahr-Feier

Bei der 1000-Jahr-Feier soll unter dem Motto „Hammenstedt – ein Dorf im Wandel“ altes Handwerk und frühere landwirtschaftlich Tätigkeiten dargestellt werden. Dabei kam die Idee auf, 2020 den Tabak- und den Flachsanbau aufleben zu lassen und auf der Feier die Weiterverarbeitung zu Zigarren und Leinen darzustellen.

Der Tabakanbau hat Hammenstedt über viele Jahre geprägt. Er wurde bereits um 1660 erwähnt und endete erst in den 1950er Jahren. Die Tabakblätter wurden nach dem Trocknen im „Braunen Hirsch“ an die Händler verkauft und oftmals in der Zigarrenfabrik in Northeim verarbeitet. In Berichten wurde Hammenstedt häufig als „Metropole des Tabakanbaus in Südniedersachsen“ bezeichnet.

Auch der Flachsanbau und der damit in Zusammenhang stehende Beruf des „Leinewebers“ hatten eine nicht minder große Bedeutung für unsere Ortschaft. Um 1779 waren 7 Leinweber in Hammenstedt tätig.

Weitere interessante Informationen finden sich in der Schrift „Der Tabak- und Flachsanbau in Hammenstedt“ von Karl Nolte.

Leider haben die meisten von uns die Zeiten des Tabak- und Flachsanbaus nicht miterlebt. Es wird daher nicht ganz einfach für das Fest in 2020.

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